Gundermann / Gundelrebe
Gundermann, auch Gundelrebe genannt wird gesammelt und nur selten im Garten ‚angebaut‘. Ich hab Glück, bei mir wächst die Pflanze wie Unkraut 😉 Ein schöner und nützlicher Bodendecker, der das ganze Jahr über blüht und im Frühjahr gemeinsam mit Gänseblümchen, Märzveilchen und Scharbockskraut für eine bunte Wiese zuständig ist. Als Heilkraut ist es schon lange bekannt. Hildegard von Bingen empfahl schon bei Erschöpfungszuständen die äußerliche und innerliche Anwendung. Heute wird er in der Küche und für die Kräuterapotheke verwendet.
Botanische Bezeichnung: Glechoma hederacea
Ursprungsland: Europa, Asien
Standort: sonnig
Höhe: 10 cm
Wuchsform: wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanze
Erde: feucht, schwer, fruchtbar
Winterhart: ja
Blüte: April – Juli
Farbe der Blüten: lila
Sammeln: ganzjährig
Haltbarmachung: Trocknen, Tinktur
Gundermann in der Küche
Gundermann ist gemeinsam mit 8 anderen Kräutern Teil der Gründonnerstagssuppe. Auf Grund des herb aromatischen Geschmackes wird Gundermann meist gemischt. Auch im Kräutertopfen schmeckt er sehr gut.
Gundermann als Heilkraut
Verwendet werden die Blätter und Blüten für Salate, Kräutermischungen, Tee und Teemischungen.
Gundermann
Wirkung: entzündungswidrig, bisher sind aber nur einzelne Wirkstoffe getestet
Anwendung: Entzündungen der Schleimhaut von Magen- und Darm, bei leichten Erkrankungen der Bronchien, in der chinesichen Medizin bei ungleichmäßiger Menstruation
Unerwünschte Wirkung: Keine bekannt
Fast vergessen …im germanischen gilt sie als Zauberpflanze…im Gundermann lebt ein guter Pflanzengeist der bösen Zauber abhält. Außerdem besagt eine alte Weisheit das Kühe die damit gefüttert werden bessere Milch haben (das könnte tatsächlich an den Stoffwechsel anregenden Bitterstoffen liegen).
Im Englischen heißt die Pflanze bis heute Alehoof. Dieser Name leitet sich direkt von ihrer Verwendung beim Brauen von Ale ab, wo sie auch zum Klären der Flüssigkeit genutzt wurde.



